Schloss Ludwigsburg

Schloss und Gutshofanlage Ludwigsburg

Konzeption zur Entwicklung

Schloss-Historie

Schloss Ludwigsburg wurde zwischen 1577 und 1592 von Herzog Ernst Ludwig von Pommern-Wolgast für seine Gemahlin Hedwig Sophie erbaut, die es bis zu ihrem Tode im Jahre 1631 nutzte.

Das im Renaissancestil errichtete Schloss hat einen kreuzförmigen Grundriss, unverzierte Giebel und hohe Satteldächer.

1648 fiel Vorpommern an Schweden und somit wurde Ludwigsburg Eigentum der schwedischen Krone. In diese Zeit fallen auch Besuche des schwedischen Könighauses. Das „Gustav-Adolf-Bett“ war als Zeitzeuge noch lange nach dem 2. Weltkrieg im Schloss vorhanden, ist aber heute verschollen.

Nach Umwandlung in ein Lehn- und Rittergut durch die schwedische Krone wurde das Schloss 1650 Eigentum des schwedischen Generals Burchard Müller von der Lühne.

Bedingt durch die damalige Wirtschaftslage wechselten die Besitzer mehrfach, bis 1776 der schwedische Oberstleutnant Friedrich Ernst Sebastian von Klinkowström Ludwigsburg erwarb. In diese Periode fiel der zweite, innere Umbau des Schlosses.

Das Schloss erlebte eine wesentliche künstlerische Gestaltung in der Zeit der Klinkowströms. Sein Sohn, ausgebildeter Maler, stand in Verbindung mit Runge und C. D. Friedrich. Dem Sohn werden etliche Malereien an Tapeten, Decken, Balken und Wänden zugeschrieben.

Das Schloss erlebte eine wesentliche künstlerische Gestaltung in der Zeit der Klinkowströms. Sein Sohn, ausgebildeter Maler, stand in Verbindung mit Runge und C. D. Friedrich. Dem Sohn werden etliche Malereien an Tapeten, Decken, Balken und Wänden zugeschrieben.

Klinkowström geriet in finanzielle Schwierigkeiten und verkaufte Ludwigsburg, Loissin und Freesendorf an den angesehenen Greifswalder Kaufmann Johann Philipp Hermann Weissenborn im Jahre 1810.

1815 kam schwedisch Vorpommern an Preußen. Mit den Weissenborns begann eine Zeit des Aufbaus und der Entwicklung des Anwesens zu einem angesehenem Gutshof. Das Schloss und Gut blieben bis 1945 in Familienbesitz der Weissenborns. Die Weissenborns waren ständig bemüht, den wertvollen Besitz zu erhalten und zu pflegen. Als Vermächtnis wurde dieser Gedanke von Generation zu Generation weitergegeben. Das Kriegsende und die nachfolgende Bodenreform brachten 1945 für Schloss Ludwigsburg ein jähes Ende.

Ab 1945 bewohnten Flüchtlinge und Siedler das Schloss. 1978 zogen die letzten Bewohner aus; nur im Erdgeschoß wurde die Küche und Nebengelaß als LPG-Küche genutzt.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 konnte das Schloss und 2 Nebengebäude von dem Nachkommen der Familie Weissenborn, dem Sohn Richard, der inzwischen verstorben ist, zurückerworben werden.

Die zwei Söhne, die heute Vereinsmitglieder sind, wünschen im Sinne der Familie eine ständige gemeinnützige Nutzung der Anlage. Sie selbst haben keine Ambitionen im Schloss zu leben.

Heute ist Schloss Ludwigsburg nicht nur das letzte, fast originalgetreu erhaltene Zeugnis Pommern-Wolgaster Herzogsgeschichte, sondern wird auch durch die Begegnung der 3 berühmten pommerschen Romantiker Friedrich, Runge, Klinkowström geprägt. Die Erhaltung und Nutzung dieser Anlage steht als einmaliges historisches und kunstgeschichliches Zeugnis pommerscher Geschichte außer Frage und hat oberste Priorität.

Baugeschichtliche Bedeutung nach Holst

Schloss Ludwigsburg gilt als eines der wenigen erhaltenen Schlösser der pommerschen Herzoggeschichte als Witwensitz. In sichtbaren Überlieferungen birgt es bauhistorische Zeugnisse der pommerschen Renaissance, enthält deutliche Spuren seines einstigen barocken Glanzes, die in spätbarocken und Luises bzw. neugotischen Spuren enden.

Ludwigsburg ist nicht nur wichtiges Zeugnis der Pommerschen Herzogzeit, sozialgeschichtliches Denkmal einer ausgeprägten Gutsherrschaft, die Anlage signifiziert deutsch - schwedische Geschichte ebenso, wie den Höhepunkt deutscher romantischer Kunst durch die Begegnung der bedeutendsten Romantiker Deutschlands: Caspar-David-Friedrichs und Philipp-Otto Runges an diesem Ort, der Wohnstätte des gemeinsamen Freundes Friedrich-August von Klinkowström war.

Nicht zuletzt reihen sich die neugotischen Gestaltungsformen der Mitte des 19. Jh. in das heute kulturgeschichtlich vielgestaltige Bild des Schlosses und seines Gesamtensembles ein.

Das Schloss mit Beamtenhaus und Wirtschaftsgebäude (Graues Kloster) wurde nach 1990 durch den letzten Besitzer, dem 1945 enteigneten Eigentümer Weissenborn zurückgekauft. Die restlichen umliegenden Gebäude, Stallungen und Areale wurden vom Förderverein erworben.

Ausführliche Informationen bietet ein von Dipl.Ing. Jens Christian Holst erstellter Bericht über die bauhistorische Einordnung.