Schloss Ludwigsburg

Schloss und Gutshofanlage Ludwigsburg

Konzeption zur Entwicklung

Ausgangslage

Der Förderverein „Schloss und Gutshofanlage Ludwigsburg e. V.“ hat sich seit einigen Jahren die Erhaltung der Liegenschaft auf die Fahne geschrieben. Seine Gemeinnützigkeit ist anerkannt.

Langfristige Pachtverträge für das Schloss und Beamtenhaus mit Eintrag im Grundbuch, dass für beide Gebäude auf alle Zeit nur eine gemeinnützige Nutzung erfolgen wird, sowie der Erwerb der restlichen Gebäude im Areal durch den Verein sichern rechtlich die Realisierung des Gesamtvorhabens. Die jetzt neu erarbeitete Konzeption mit Einbeziehung der Idee der Schaffung eines Romantikerzentrums und eines Pommerschen Tagungszentrums lässt die Prüfung offen, ob andere Rechtsformen (z.B. Stiftung, Ausgründungen) gefunden werden müssen, um die Betreiberkonzeption optimal umzusetzen.

Welche juristische Form auch immer geeignet ist, das Vorhaben macht eine Zusammenarbeit und den Beitritt vieler Partner, wie die Städte Wolgast und Greifswald und die Gemeinde Ludwigsburg, von Institutionen wie der Universität Greifswald, dem Fremdenverkehrsverband Mecklenburg-Vorpommern, dem Landesarchiv und ev. dem Land Mecklenburg-Vorpommern notwendig.

Wie wir bereits im geschichtlichen Rückblick ausgeführt haben, wurde das Schloss schon seit 1978 nur noch teilgenutzt. Damit war der Verfall vorprogrammiert. Nach der Wiedervereinigung wurden weder Schloss noch Nebengebäude überhaupt genutzt.

Dieses hatte den verstärkten Verfall zur Folge. Auch eine nicht fachgerecht ausgeführte Neueindeckung des Daches konnte die weitere, erhebliche Schädigung der Bausubstanz nicht verhindern. Deshalb sind umfangreiche Sanierungsmittel aufzubringen. Der Förderverein, der seit 1997 das Schloss und die 2 Nebengebäude von der Familie Weissenborn langfristig gepachtet hat, führte diese Gebäude auf der Grundlage der oben skizzierten Aufgabenstellung einer gemeinnützigen Nutzung zu und bemüht sich verstärkt um Einwerbung von Fördermitteln, Sponsoren, Fürsprechern und Partnern für dieses anspruchvolle Projekt. Die zur Gesamtanlage gehörenden weiteren 10 Nebengebäuden waren bis 1990 in Besitz der LPG „Helles Ufer“ und fiel danach an die BVVG.
Mit dem Kauf dieser Gebäude durch den Verein im Jahr 2001 entstand jetzt eine Gesamtanlage von ca. 5,5 ha und diese konnten in die Gesamtkonzeption mit einbezogen werden.

Als ein äußerst erfolgreiches Ausbildungsprojekt mit sozial schwachen Jugendlichen konnte als erster, kleiner Teilschritt ein Nebengebäude, das so genannte Beamtenhaus, saniert werden. Dieses Projekt wurde mit unserem Partner ABC-Bau Greifswald durchgeführt mit Fördermitteln der BfA, dem ESF und des Landes.

Das Haus bietet uns jetzt die Basis für unsere Vereinsarbeit. Mit dem Ausbildungsprojekt wurde eindrucksvoll bewiesen, dass dies einer der Wege sein kann, Schloss und Gesamtanlage zu sanieren.

Über eine zweimalige Förderung des Landesamtes für Denkmalpflege M/V und eine Förderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie der Sparkasse Vorpommern konnte die Dachsanierung des Schlosses sowie in Nordflügel die Schwammsanierung in den Decken und eine bauhistorische Untersuchung ausgeführt werden.

Über Förderungen des Umweltamtes M/V konnten zwei Teichanlagen saniert werden, sodass das Umfeld jetzt bereits einen weit besseren Eindruck macht. Mittels ABM- und MAE-Kräften wird über diese Förderstrecke in vielen Teilschritten Pflege- und Sicherungsarbeit an allen Objekten ausgeführt und das Areal weiter erschlossen.

Ziele des Vereins

Schloss Ludwigsburg als Mittler im grenznahen Raum für Wissenschaft, Kultur, Ausbildung, ökologischen Landbau und Denkmalpflege ist unsere Zukunftsvision. Der Förderverein hat sich die Aufgabe gestellt, das Renaissanceschloß Ludwigsburg und seine Gesamtanlage vor dem Verfall zu retten.

Dieses Ziel läßt sich nachhaltig nur über eine wirtschaftliche Nutzung und mit integrierten Partnern umsetzen. Mit Fördermitteln, eigenen Mitteln und Kräften ist die Sanierung und Erhaltung der Schlossanlage vorgesehen. Angestrebt wird, das Schloss und die Gesamtanlage als „Europäische Begegnungsstätte“ und, wie später auszuführen ist, auch zu einem Romantiker- und Tagungszentrum im norddeutschem Raum zu entwickeln. Eingebunden sind hier vor allem Aus-, Weiter- und Beschäftigungsprojekte für Jugendliche, Behinderte und Langzeitarbeitslose.